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Spielekonsolen: Dreikampf um Kunden

In osterreich on April 19, 2007 at 2:54 pm

SPIELEKONSOLEN: DREIKAMPF UM KUNDEN
JAPANS NINTENDO UND SONY ALS INTERESSANTE INVESTMENTS

Nintendos Spielekonsolen treiben Aktienkurs an

Microsoft, Nintendo und Sony
kämpfen weiter um die höchsten Absatzzahlen ihrer Spielekonsolen,
der Dreikampf beeinflusst auch die Aktienkurse. Die Produkte würden
sich untereinander kannibalisieren, sagt Raiffeisen-Research-Analyst
Christian Hinterwallner im Gespräch mit pressetext. Die Aktienkurse
müssten aufgrund der unterschiedlichen Geschäftsausrichtungen
jedoch differenziert betrachtet werden. "Der Wettbewerb beeinflusst
die Aktien nur insofern als die Verkaufszahlen entsprechend ausfallen
müssen. Die Wahrnehmung des Verkaufserfolges spielt für den Kurs
eine große Rolle", erläutert Hinterwallner. Nintendo erhöhte
heute, Donnerstag, bereits zum vierten Mal in Folge seinen
Geschäftsausblick, Sonys Spielesparte bleibt für das laufende
Geschäftsjahr dagegen defizitär. Analysten sehen beide Aktien der
japanischen Unternehmen als interessantes Investment.

Nintendo http://www.nintendo.co.jp%5B2%5D hat mit der Wii in den
vergangenen Monaten am japanischen und US-amerikanischen Markt die
Führung übernommen, PS3 und Xbox 360 folgen. Während der
Nintendo-Aktie das erfolgreiche Kerngeschäft rund um Videospiele
zugute kommt, steht bei Sony http://www.sony.com%5B3%5D derzeit vor allem
die erfolgreiche Elektroniksparte im Mittelpunkt der Kursgewinne. "Der
Grund, warum Sony gut bewertet wird, ist dass die Elektroniksparte gut
läuft und sich sukzessive erholt", so Hinterwallner. Sowohl mit
LCD-Fernsehgeräten, Digitalkameras aber auch mit Mobiltelefon-Sparte
im gemeinsamen Joint Venture mit Ericsson sei das Unternehmen derzeit
erfolgreich. Das Sorgenkind sei dagegen nach wie vor die
Spielesparte. Diese befinde sich weiterhin in einer kritischen Phase,
der zukünftige Erfolg bleibe fraglich.

Der Analyst schätzt die Kursentwicklung trotzdem bei beiden
japanischen Unternehmen positiv ein. "Bei Sony sind wir mittelfristig
weiterhin optimistisch, dass das Unternehmen erfolgreich ist", sagt
Hinterwallner. Dies liege aber vor allem an der Elektroniksparte. Bei
Nintendo könne man davon ausgehen, dass die Aktie weiterhin steige.
"Bei beiden Unternehmen kommt als Unterstützungsfaktor der schwache
Yen hinzu", erklärt der Analyst. Die Experten von Focus-Money stufen
derzeit beide Aktien als interessantes Investment ein. Begründet wird
dies mit den geplanten Kostenreduktionen von 1,28 Mrd. Euro bei Sony.
Gleichzeitig rechnen Analysten von einem Gewinnzuwachs von 0,4
Prozent oder 2,9 Mrd. Euro für Sony in den Geschäftsjahren 2007 und
2008. Nintendo punkte dagegen mit stetig steigenden Verkaufszahlen
seiner Spielekonsole Wii.

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