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Linuxwochen: "Barrierefrei durch offene Schnittstellen"

In osterreich on Mai 15, 2007 at 1:30 pm

In Salzburg starteten zum insgesamt sechsten Mal die österreichischen
Linuxwochen http://www.linuxwochen.at . Bis zum
2. Juni 2007 tourt die Veranstaltungsreihe rund um Linux und Open
Source durch ganz Österreich und wird unter anderem in Eisenstadt,
Graz, Krems und Wien Station machen. Ein einwöchiges
Linuxwochen-Camp im Juli in Oberösterreich rundet die diesjährige
Reihe ab. Wie jedes Jahr ist das Programm mit einer Vielzahl von
Fachvorträgen und Diskussionsrunden flankiert, die sowohl
Linux-Einsteigern als auch Open-Source-Experten neue Einblicke in die
Thematik bieten sollen.

Während bei der Auftaktveranstaltung in Salzburg der Vergleich der
Linux-Distributionen Ubuntu und SuSE Linux im Vordergrund steht,
setzt die Veranstaltungsreihe in Wien mit dem Thema
"Barrierefreiheit" einen Schwerpunkt. Unter anderem wird
Open-Source-Entwickler Klaus Knopper sein Linux-Projekt "Knoppix
Adriane" der Öffentlichkeit vorstellen, das Sehbehinderten den
Zugang zum Computer erleichtern soll. Dabei handelt es sich um eine
Linux-Start-CD, die auch ohne Monitor über eine sogenannte
Braille-Zeile von Sehbehinderten verwendet werden kann. Neben der
unkomplizierten Menüführung und Bedienbarkeit fokussiert das
Softwarepaket auf textorientierte Programme, die mittels Sprachein-
und -ausgabe und anderen Hilfsmitteln leichter bedient werden
können.

"Open Source und freie Software trägt wesentlich zur
Barrierefreiheit im Internet und bei Computerprogrammen bei", meint
Linuxwochen-Mitorganisator Christian Jeitler vom Verein Quintessenz
http://www.quintessenz.at im Gespräch mit pressetext. "Der
Vorteil von Open-Source-Software ist, dass durch die offenen
Schnittstellen die jeweiligen Programme viel leichter angepasst
werden können. Zudem existieren im Open-Source-Bereich eine Reihe
von mächtigen und aktuellen Programmen, die hauptsächlich
textbasiert arbeiten und dadurch von Sehbehinderten besser genutzt
werden können", so Jeitler. Weiters verwies er auf eine Reihe von
Arbeitsgruppen, die sich innerhalb der Community dem Thema der
Barrierefreiheit annehmen und bereits wesentliche Fortschritte
erzielt hätten.

Wie in den vergangenen Jahren setzen die Linuxwochen bei der
Organisation auf die Partizipation und Initiative der vor Ort
existierenden Linux-Communities. Die über Sponsoren finanzierte
Veranstaltungsreihe legt dabei auf ein breit gefächertes
Rahmenprogramm wert, das praxisorientiert gestaltet wurde. "Es wird
einige Fallbeispiele und Vorträge von Unternehmen geben, die
Open-Source- und Freie-Software-Lösungen erfolgreich in die Praxis
umgesetzt haben", so Jeitler.

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