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Profi-Audiogeräte: Deutsche zahlen am meisten

In osterreich on Mai 15, 2007 at 3:07 pm

Der Markt für professionelles
Audio-Equipment hat 2006 auf Europas fünf Top-Märkten Deutschland,
Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien einen Umsatz von
über einer Mrd. Euro (plus 3,5 Prozent) eingespielt. Einer Studie
der Interconnection Consulting Group (IC) zufolge nimmt der deutsche
Markt mit einem Anteil von einem Drittel dabei den Löwenanteil ein.
Darüber hinaus wartet Deutschland aufgrund von Nachholeffekten der
Konsumenten auch mit dem höchsten Umsatzzuwachs (plus 4,9 Prozent)
auf. Außerdem greifen die Deutschen für Audiogeräte am tiefsten in
die Tasche. "Der deutsche Konsument legt Wert auf Qualität und
Langlebigkeit und ist bereit, mehr dafür zu zahlen", erklärt
IC-Analyst Martin Schimetits gegenüber pressetext.

Das führe zu höheren Durchschnittspreisen in Deutschland. Der
spanische Endnutzer stattet sich laut Studie dagegen eher mit
preisgünstigeren Audiolösungen aus. Innerhalb der sieben
untersuchten Produktgruppen gibt es zwar sehr starke
Preisschwankungen. Dennoch sei ein allgemeiner Abwärtstrend bei der
Preisentwicklung zu beobachten, meint Schimetits. Dabei steigt für
die europäischen und US-Hersteller der Konkurrenzdruck aus dem
asiatischen Raum. Das zwinge die Top-Hersteller entweder zu einer
Auslagerung der Produktion in Billiglohnländer oder zu einer
Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb.

"Die Produkte sollten stärker auf den Kunden zugeschnitten werden",
rät Schimetits. So sollten die Hersteller auf Trends wie den zur
steigenden Beschallung von Einkaufszentren oder den zunehmenden
Heimgebrauch eingehen. Als ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der
asiatischen Konkurrenz könnte sich etwa der bessere Kontakt zum
Kunden erweisen, so der Experte im Gespräch mit pressetext.
Asiatische Hersteller würden dagegen vorrangig auf den Preisvorteil
setzen.

Die positive Entwicklung des professionellen Audiomarkts wird sich
nach den Prognosen der Marktforscher in den kommenden drei Jahren mit
einer jährlichen Wachstumsrate von 3,8 Prozent fortsetzen. Als
Wachstumstreiber haben die Experten neben einem allgemein positiven
ökonomischen Umfeld vor allem den Trend zur Digitalisierung sowie
zur kabellosen Übertragung ausgemacht. Mittlerweile operieren mehr
als 60 Prozent aller Aufnahmegeräte und 50 Prozent der Prozessoren
digital. Die Durchdringungsrate von kabellosen Kopfhörern ist auf 69
Prozent, die bei Mikrophonen auf 57 Prozent gestiegen.

Derzeit dominieren Lautsprecher, Mikrophone und Verstärker mit einem
Umsatzanteil von 27, 23,7 bzw. 17,2 Prozent den Markt für
professionelle Audiogeräte. Das größte Wachstum verzeichneten im
vergangenen Jahr die Kopfhörer. Weil immer mehr private Nutzer zu
professionellen Kopfhörern greifen, konnte dieses Segment mit einem
Umsatzplus von 8,1 Prozent aufwarten. Zwar erwirtschaften die
Bereiche Touring und Live Sounds sowie Sound Studios mit 37 Prozent
bzw. 17,4 Prozent Marktanteil noch immer die größten Umsätze. Der
Bereich Home-Use erlöst aber bereits immerhin 94 Mio. Euro über
private Nutzer.

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