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Kühles Nass im eigenen Garten – ohne Gefahr für die Kleinen!

In osterreich on Juni 5, 2007 at 4:06 pm

KÜHLES NASS IM EIGENEN GARTEN – ohne Gefahr für die Kleinen!

Zwischen 2001 und 2005 ertranken in Österreich 27 Kinder
unter
fünf Jahren. Immer wieder passieren solche Unfälle im eigenen
GARTEN oder in unmittelbarer Nähe der Wohnumgebung.

Wien – Biotope und Teiche sind beliebte Gestaltungselemente,
die den eigenen GARTEN in ein kleines "Naherholungszentrum"
verwandeln. Die meisten Eltern wissen um die Gefahr, die offenes
Wasser – sei es noch so überschaubar – vor allem für Kleinkinder
darstellen kann. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) kennt
Tipps und Tricks, mit deren Hilfe Kinder weiterhin unbeschwert und
unfallfrei im GARTEN mit Biotop oder Teich herumtollen können.

Ertrinken ist Todesursache Nummer zwei bei Kleinkindern

Bei Kleinkindern ist Ertrinken, nach Verkehrsunfällen, die
zweithäufigste Todesursache, weil sie schon bei einer Wassertiefe von
einigen Zentimetern ertrinken können. "Aufgrund ihres zum Rest des
Körpers verhältnismäßig schweren Kopfes und ihrer noch ungeübten
Muskulatur, gelingt es Kindern nicht, den Kopf eigenständig aus dem
Wasser zu ziehen. Sie verfallen in eine Starre mit Atemsperre und
ertrinken letztendlich lautlos", erklärt Dr. Rupert Kisser, Leiter
des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im KfV. Auch wenn solche Unfälle
nicht tödlich enden, ist die Gefahr eines bleibenden Gehirnschadens
aufgrund zu langer Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr nicht zu
unterschätzen. "Solche schrecklichen Unfälle mit Kleinkindern
passieren oft im eigenen GARTEN oder in der unmittelbaren
Wohnumgebung. Hier kommt es leicht vor, dass die Kinder kurz
unbeaufsichtigt sind. Sie spielen beim Teich und fallen hinein", weiß
Kisser. Mit einfachen baulichen Maßnahmen können Biotop- bzw.
Teichliebhaber diese Ertrinkungsunfälle vermeiden. Ein sicher
angelegter Badeteich oder ein Biotop ermöglichen beides: Ein
unbeschwertes Herumtollen der Kleinen und einen toll gestalteten
GARTEN.

So können sich Kinder trotzdem frei bewegen

Grundsätzlich sollten Gewässer nur an gut einsehbaren Stellen
angelegt werden und instabile Randbereiche, wie etwa lose Platten,
Steine oder schlammig-sumpfiger Untergrund vermieden werden. Ein
besonders guter Schutz für Kleinkinder sind professionell angelegte
Umzäunungen. Sie sind effektiv und sollten bei privaten, offenen
Wasserflächen verpflichtend sein. Keine Angst vor der Optik – sie
können durch geschickte Bepflanzungen kaschiert werden. Statt des
Zauns ist auch ein Gitter möglich: Knapp unter der Wasseroberfläche
montiert, lässt es Kinder beim Sturz zwar nass werden, aber nicht
untergehen. Folgende Checkliste soll dabei helfen, den eigenen GARTEN
kindersicher mit "kühlem Nass" zu verschönern.

Sicherheitscheckliste

Biotope und Teiche:

– Wenn kleine Kinder aus dem eigenen HAUSHALT oder der Nachbarschaft
Zugang haben, sollte der gesamte Wasserbereich mit einem Zaun umgeben
werden. Dasselbe gilt für Stege und Plattformen. Der Zaun sichert das
Gewässer auch im Winter.

– Eine Umzäunung des Biotops oder Schwimmteichs soll vom Ufer
mindestens 1 m entfernt sein, eine Höhe von mind. 1,1 Meter
aufweisen, und die Maschenweite (Drahtzaun) bzw. der Abstand zwischen
den Holzbrettern (Holzzaun) darf vier Zentimeter nicht überschreiten.
Die Türe soll entsprechend gesichert sein (Türschließer, Schloss,
Kette).

– Die Wassertiefe sollte bei Biotopen möglichst gering sein: 60
Zentimeter genügen um ein Austrocknen zu verhindern.

– Der Rand sollte als Seichtwasserzone gestaltet werden (bis 20
Zentimeter Tiefe). Er soll möglichst breit und aus feinem Kies sein,
damit sich ein hineinfallendes Kind nicht verletzen kann. Am Rand
lose Platten oder Steine bzw. einen schlammig-sumpfigen Untergrund
vermeiden.

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