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Tabak tausendmal radioaktiver als Blätter von Tschernobyl

In Gesundheit on Juni 5, 2007 at 3:49 pm

Jetzt Rauchen aufhören!
MEDIZINER WARNEN VOR DEN UNBEKANNTEN GIFTEN DER ZIGARETTEN

Thessaloniki – Griechische
Forscher haben entdeckt, dass Zigarettentabak stärker radioaktiv
strahlt, als Blätter in Tschernobyl. Konkret geht es um die
natürliche Belastung des Tabaks mit Polonium und Radium. Nach
Untersuchungen des Forschers Constantin Papastefanou von der
Aristoteles Universität in Thessaloniki http://www.auth.gr/ , ist
die Radioaktivität bis zu tausend Mal höher als jene durch
Caesium-137 in Blättern von Tschernobyl, berichtet das
Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Papastefanou interessierte sich insbesondere dafür, wie viel
Radioaktivität ein Raucher, der 30 Zigaretten pro Tag raucht, zu
sich nimmt. Dabei ergab sich eine Dosis von 251 Micro-Sieverts pro
Jahr, verglichen mit 0,199 aus den Blättern rund um das ukrainische
Kernkraftwerk. Obwohl die Radioaktivitätsbelastung aus dem
Tabakgenuss nur etwa zehn Prozent der normalen Strahlungen, der ein
Mensch aus natürlichen Quellen ausgesetzt ist, ausmacht, warnt der
Forscher vor den Schäden. „Viele Wissenschaftler gehen sogar davon
aus, dass der Krebstod bei Rauchern durch diese Radioaktivität
hervorgerufen wird – und nicht durch Nikotin und Teer“, meint der
Wissenschaftler.

„Tatsächlich wird bei der Vielzahl der im Tabakrauch gefundenen
Schadstoffe häufig eine Klasse übersehen – und das sind die
radioaktiven Substanzen“, erklärt der Matthias Risch, Professor für
Umwelttechnik und Physik von der Fachhochschule Augsburg
http://www.fh-augsburg.de/ im pressetext-Interview. „Dass das
radioaktive Isotop Polonium 210 in Tabakpflanzen enthalten ist, haben
britische Forscher 1965 nachgewiesen.“ Etwa 25 Jahre später
entdeckten finnische Forscher auch Plutonium im Tabak. Was viele
Menschen nicht wissen, ist die Tatsache, dass auch Passivraucher
davon betroffen sind, erklärt der Mediziner. „Die meiste
Radioaktivität – etwa 30 Prozent – geht in den Nebenstromrauch. Rund
20 Prozent gehen in die Asche. „Ein starker Raucher verpasst seinen
Bronchien jedenfalls die gleiche Strahlenmenge, die bei 250
Röntgenaufnahmen in der Lunge entstehen würde“, führt der Experte
aus.

Polonium verflüchtigt sich in der brennenden Zigarette bei 600 bis
800 Grad Celsius. 30 bis 50 Prozent des Stoffes gelangen so in den
inhalierten Rauch. Die strahlenden Teilchen setzen sich
hauptsächlich in den äußeren Lungengeweben, vor allem in den
Schleimhäuten der Bronchien fest. Bei Rauchern ist die dort
gemessene Radioaktivität bis zu hundertmal höher als im Rest der
Lunge. Mediziner sind überzeugt, dass die Strahlendosis von 80
Millirem, die ein durchschnittlicher Raucher in zehn Jahren aufnimmt,
zum Wuchern von bösartigen Tumoren führen kann. Das Polonium gelangt
sowohl über den Phosphatdünger als auch über die Luft in die
Tabakpflanze.

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