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Der Klimawandel und seine ökonomischen Auswirkungen

In osterreich on Juni 13, 2007 at 12:54 pm

DER KLIMAWANDEL UND SEINE öKONOMISCHEN
AUSWIRKUNGEN –
STAAT MUSS PLANUNGSSICHERHEIT FüR UMWELTSCHUTZINVESTITIONEN SCHAFFEN

Erneuerbare Energien als Retter der Erde?
Manche
Wirtschaftszweige mögen es heiß. Auf diese Formel lässt sich die
Studie „Klimawandel und Branchen“ von Deutsche Bank (DB) Research
http://www.dbresearch.com bringen. Der Klimawandel habe nicht nur
eine „natürlich-klimatische“, sondern auch eine
„regulatorisch-marktwirtschaftliche Dimension“, schreibt Studienautor
Eric Heyman. Erneuerbare Energien zählen zweifelsohne zu den
Gewinnern des Klimawandels, da sie in den nächsten Jahren weiterhin
von klimapolitisch motivierten Förderprogrammen profitieren. Dagegen
werden fossile Energieträger durch staatliche Maßnahmen tendenziell
verteuert. Die Energiewirtschaft stehe in Zukunft besonders im Fokus
der Politik, so DB Research. Der Erforschung und Entwicklung
effizienterer und neuer Energietechniken komme daher eine tragende
Rolle zu.

Für verschiedene Industriebranchen biete der Klimawandel große
Potenziale: Dazu zählen der Maschinenbau (Klima-, Heizungs- und
Lüftungstechnik, Bewässerungstechnologien) und Elektronik
(Energiesteuerungsanlagen, energieeffiziente Haushaltsgeräte). Auch
Querschnittsbranchen wie die Chemieindustrie könnten profitieren.
Heyman sieht auch Exportchancen für moderne Kraftwerkstechnologie
aus Deutschland und Europa in Schwellenländern. Insbesondere die
Erneuerbaren Energien seien ein klarer Gewinner der regulatorischen
Komponente des Klimawandels. Schon der durch staatliche
Förderprogramme begünstigte Ausbau in den vergangenen Jahren sei
größtenteils ökologisch motiviert. In den Zukunftsplänen spielen
Erneuerbare Energien daher sowohl in Industrienationen wie den USA
oder der EU als auch in vielen Schwellenländern wie China eine
wichtige Rolle.

„Die USA setzen in den nächsten Jahren vor allem auf Biokraftstoffe;
Wind- und Wasserkraft sowie Solarenergie werden aber ebenfalls
gefördert. Kalifornien ist hier einer der Vorreiter. Auch in China,
wo die natürlichen Voraussetzungen für die Windkraft oder die
Solarenergie deutlich besser sind als etwa in Deutschland, sehen die
Regierungspläne eine Stärkung der Erneuerbaren Energien vor“, so
der Studienautor. „Deutsche Bank Research belegt, dass es sich bei
den Erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren um ein
Milliardengeschäft handelt. Damit Deutschland seine führende
Position behält und noch weiter ausbaut, muss die Politik
Planungssicherheit gewähren. Es ist ja kein Geheimnis, dass die
jungen Industriezweige im Energiesektor anfangs stark auf
Anschubfinanzierungen durch den Staat angewiesen sind. Nur so sind
Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau möglich. Die politischen
Entscheider müssen jetzt sagen, wie sich die Förderung der
Erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren gestalten wird. Zudem
sollten sie nicht jede Woche mit neuen Vorschlägen kommen, die nur
punktuell wirken“, warnt Energieexperte Tobias Janßen, Vorstandschef
der Goldfish Holdings http://www.goldfish-holdings.com in
Düsseldorf und Mitglied im Executive Board American Chamber of
Commerce http://www.amcham.de , im Gespräch mit pressetext.

Das Zusammenspiel von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft sowie eine
exzellente Vermarktung der innovativen Umwelttechnik sind
entscheidend. „Entdeckungen und Erfindungen verwandeln sich nicht von
selbst in wirtschaftliches Wachstum oder vermarktbare Produkte. Hier
ist unternehmerisches Management gefragt und eine enge Verknüpfung
von Universitäten und Unternehmen. Divergierende Zielvorgaben des
Staates oder ordnungspolitisch fragwürdige Entscheidungen wie bei
der Aufhebung der Steuerbefreiung für Biodiesel sind schädlich für
die Entfaltung des Umwelttechnikmarktes“, kritisiert Janßen. Die
regulatorisch-marktwirtschaftliche Dimension des Klimawandels, so die
Studie, werde sich in den meisten Sektoren deutlich früher auswirken
als die klimatisch-natürliche. „Den Schlussfolgerungen der
Untersuchung ist daher voll und ganz zuzustimmen“, so Janßen.
Klimapolitische Maßnahmen müssten früh genug angekündigt werden,
damit die wirtschaftlichen Akteure auch langfristig agieren können.
„Dann gibt es beispielsweise auch große Chancen für die deutsche
Autoindustrie, die in einer kontraproduktiv und emotional geführten
Debatte vor kurzem einseitig als Klimakiller dargestellt wurde“.

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