osterreich

Rechtsstreit um virtuelle Sex-Toys

In Internet on Juli 5, 2007 at 3:18 pm

US-UNTERNEHMEN VERKLAGT SECOND LIFE-NUTZER! Virtueller Sex erlaubt?

Virtuelle Geschäfte mit Sex und Erotik sorgen für Wirbel.

Tampa/USA – Die Urheberrechtsverletzungen in
der virtuellen Welt Second Life (SL) http://www.secondlife.com
treiben kuriose Blüten. Nun hat das US-Unternehmen Eros, Hersteller
von virtuellem Sexspielzeug, einen Second Life-Nutzer vor Gericht
gezerrt. Der Avatar Volkov Catteneo soll laut Eros ein Gerät namens
„Sex-Gen“ illegal kopiert und in der virtuellen Welt verkauft haben,
berichtet Reuters. In den vergangenen Wochen und Monaten häuften
sich bereits Beschwerden seitens verschiedener Unternehmen über
Markenrechtsverletzungen im rechtlich undefinierten Raum von SL.
Mit dem Rechtsstreit um das virtuelle Sexspielzeug sind die
Auseinandersetzungen zwischen Unternehmen und Second Life-Piraten nun
um eine irrwitzige Facette reicher.

Kevin Alderman, Chef der Firma Eros, hat sich darauf spezialisiert,
virtuelle Sex-Toys in Second Life anzubieten. Er geht auch noch einen
Schritt weiter und verkauft das Sexspielzeug für reales Geld über
eBay. Das Geschäft scheint gut zu laufen, denn Alderman hat
inzwischen sogar zwölf Angestellte, die ihn bei der Produktion der
Erwachsenen-Spielzeuge unterstützen. Nun aber fühlt sich der
ehemalige Installateur von Avatar Catteneo, der sein Spielzeug
kopiert und ebenfalls erfolgreich in SL vertreibt, bedroht. Vor allem
weil der virtuelle Wettbewerber die Kopieversion von „SexGen“ für
weitaus weniger Linden-Dollar anbietet.

Ein US-Bezirksgericht soll diesen Streit jetzt klären. Zunächst
stehen die Beteiligten jedoch vor dem Problem, dass eine reale Person
einen virtuellen Avatar verklagt hat und der Nutzer hinter Volkov
Catteneo bislang unbekannt ist. Eros will bei Gericht erzwingen, dass
die Second Life-Betreiber die persönlichen Daten, Chathistorie und
Finanzdaten des Beschuldigten herausgeben müssen. Alderman fordert
Schadensersatz in dreifacher Höhe des entstandenen Schadens oder
aber in Höhe der von Catteneo erwirtschafteten Summe.

Der angeklagte Avatar zeigt sich bislang recht unbeeindruckt. In
einem Interview innerhalb von Second Life gegenüber Reuters gab er
an, sich nicht vor der Strafe zu fürchten. Er sei kein Anfänger und
habe bei Linden Lab natürlich nicht seinen korrekten Namen angeben
und darüber hinaus nicht einmal im realen Leben einen festen
Wohnsitz. Catteneo ist sich offenbar sehr sicher, dass man seine Spur
nicht nachverfolgen kann. Dem Eros-Chef Alderman geht es nach eigenen
Angaben in erster Linie darum, den Machenschaften ein Ende zu setzen,
nicht darum, den Sexpielzeug-Piraten in den finanziellen Ruin zu
treiben.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: