osterreich

Dresden: Größtes 3D-Stadtmodell der Welt auf Google Earth

In osterreich on Juli 10, 2007 at 11:40 am

Dresden in 3D auf Google Earth

Mit Dresden ist seit
gestern, Montagabend, das größte 3D-Stadtmodell der Welt auf Google
Earth online gegangen. Rund 150.000 Gebäude der sächsischen
Landeshauptstadt sind damit nun auch virtuell im Netz verfügbar
http://www.dresden.de/3d . Für die realitätsgetreue Umsetzung
zeichnet einmal mehr das Potsdamer Unternehmen 3D Geo
http://www.3dgeo.de verantwortlich, das als Spin-off-Unternehmen
aus dem Hasso-Plattner-Institut hervorgegangen ist und bereits für
die 3D-Umsetzung von Berlin auf Google Earth verantwortlich zeichnete.

Während der Fokus von Google und Microsoft bei seinen
3D-Kartendiensten in der Vergangenheit zumeist auf den
US-amerikanischen Markt gerichtet war, gilt die Umsetzung des
umfangreichen Stadtmodells einmal mehr auch als technologischer
Erfolg der Europäer. "Was die Geovisualisierung betrifft, sind
Europa und insbesondere die DACH-Region international absolut
führend", meint Marc Hildebrandt, Geschäftsführer von 3D Geo, im
Gespräch mit pressetext. Der kommerzielle Fokus der großen Player
auf den US-Markt sei dabei irreführend. "Dass derzeit in erster
Linie US-Städte hochauflösend und in 3D auf den besagten
Plattformen verfügbar sind, heißt gar nichts. Die Technologie
dahinter sowie die konzeptionellen Entwicklungsimpulse stammen
zumeist aus Europa", so Hildebrandt.

Neben 3D Geo zählt vor allem das ursprünglich österreichische
Unternehmen Vexcel http://www.vexcel.com zu den europäischen
Aushängeschildern bei 3D-Visualisierung. Es wurde von Microsoft im
Zuge seiner Investitionen in die Google-Earth-Konkurrenzplattform
Virtual Earth übernommen und arbeitet an der fotorealistischen
3D-Umsetzung von mehr als 3.000 Städten in den nächsten fünf
Jahren. Ungeachtet des
europäischen Know-hows, das zu einem Großteil aus Graz stammt,
sollen in einem ersten Schritt aber wiederum vor allem US-Städte
virtuell umgesetzt werden. Microsoft hat aber bereits versprochen,
schon bald auch in Europa mit entsprechendem Kartenmaterial
nachziehen zu wollen.

Als weiteren Beweis für die europäische Hausmacht bei
3D-Virtualisierungstechnologien werten Experten zudem die Entwicklung
des sogenannten CityGML-Standards http://www.citygml.org , an dem
etwa das Hasso-Plattner-Institut federführend beteiligt ist. "Das
Problem bei Stadtmodellen in der Vergangenheit war, dass sie zwar
schön anzusehen, aber in anderen Systemen nicht weiter bearbeit-
oder verwendbar waren", so Hildebrandt gegenüber pressetext.
Mithilfe des Standards soll nun eine bessere Interoperabilität der
Modelle und der darin enthaltenen Informationen gewährleistet
werden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: