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Geschlechterrollen bei Filmgeschmack klar verteilt

In osterreich on August 7, 2007 at 4:34 pm

KAUM ÜBEREINSTIMMUNG ZWISCHEN MäNNERN UND FRAUEN

Frauen und Männer bei Filmgeschmack uneins
Frauen und Männer haben in punkto
Filmgeschmack offenbar wenig gemeinsam. Zu diesem Ergebnis kommt die
aktuelle Auswertung der von Zukunft Kino Marketing (ZKM)
http://www.hartabergerecht.de initiierten Kampagne "Kino. Dafür
werden Filme gemacht." Ermittelt wurde, welche Filme in den
vergangenen fünf Jahren prozentual gesehen mehr Männer und welche
mehr Frauen angezogen haben. Als Gewinner beim weiblichen Geschlecht
ging "Mona Lisas Lächeln" hervor, "Terminator 3" lockte hingegen die
meisten Männer ins Kino. Das interessanteste Ergebnis der
Untersuchung ist wohl, dass es in den jeweiligen Top-20-Rankings nur
eine einzige Übereinstimmung gab – die Sequels drei und vier der
Horrorkomödie "Scary Movie".

"Es war natürlich klar, dass es bei einzelnen Filmen deutliche
Unterschiede geben wird. Interessant ist aber, welche Produktionen
jetzt ganz vorne liegen. Filme wie 'Mona Lisas Lächeln' zählen
nicht unbedingt zu den allergrößten Blockbustern", sagt Jan
Oesterlin, Geschäftsführer von ZKM, im pressetext-Interview. Die
Kinobetreiber reagierten natürlich auf solche Ergebnisse, darum gebe
es auch Veranstaltungsreihen wie beispielsweise "CineLady", die
speziell auf Frauen ausgerichtet sind, fügt Oesterlin hinzu. Das
weibliche Geschlecht preferiere eine andere Bildsprache, andere
Inhalte und Konfliktstoffe.

Offenbar sind auch in der heutigen, emanzipierten Gesellschaft immer
noch Romanzen, Dramen und Beziehungskomödien die bevorzugten Genres
der Damenwelt. In der Top-20-Liste finden sich Filme wie "Der Teufel
trägt Prada", "Die weiße Massai" und "Was das Herz begehrt". Bei
den Männern dominieren wiederum Kinohits wie "Star Wars" und "James
Bond". "Die klaren Geschlechterverteilungen gelten in der Regel nicht
für die großen Mega-Blockbuster. Diese sind meist für Frauen und
Männer gleichermaßen interessant", relativiert Oesterlin das
Ergebnis der Untersuchung gegenüber pressetext. Grundsätzlich
entscheidend sei immer die Geschichte, die erzählt wird. Allerdings
sei es sehr wohl bei der Vermarktung entscheidend, darauf zu achten,
welche Zielgruppe sich am stärksten angesprochen fühlen könnte. Je
nachdem müsse dann auch das Marketing ausgelegt werden.

Auffallend ist, dass offenbar Männer kaum mit ihren Kindern ins Kino
gehen, sondern hauptsächlich die Frauen ihren Nachwuchs in die Kinos
begleiten. Im Männer-Ranking fand sich nicht ein einziger
Kinderfilm, während dieses Genre bei den Frauen doch sehr häufig
vertreten war. "Darauf könnten die Kinobetreiber reagieren und
prüfen, ob sich das Studienergebnis tatsächlich in der Realität
widerspiegelt. Sollte dies der Fall sein, so müsste man sich
überlegen, wie die Väter verstärkt dazu aktiviert werden könnten,
mit ihren Kids ins Kino zu gehen", meint Oesterlin.

Grundsätzlich halten sich die beiden Geschlechter bei der
Häufigkeit der Kinobesuche relativ die Waage. Im Jahr 2006 verteilte
sich das Kinopublikum auf 53 Prozent weibliche und 47 Prozent
männliche Besucher.

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