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Wien – Mit "blizznet" in die Breitband-Zukunft

In osterreich on August 9, 2007 at 10:38 am

Breitband-Basisnetz von Wien Energie mit 1.400 Kilometern
bereits aufgebaut – Bis 2009 werden 50.000 Haushalte erreicht =

Wien – "Breitband bzw. Glasfasernetze gehören heute genauso
zur grundlegenden Infrastruktur einer Stadt, wie die
Energieversorgung, die Abfallwirtschaft oder die Versorgung mit
Trinkwasser. Der Ausbau der Breitbandnetze ist für Wien eine
entscheidende Voraussetzung, um auch in Zukunft im Wettbewerb mit
anderen europäischen Großstädten, bestehen zu können", erklärte
Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Maga. Renate Brauner am Mittwoch
anlässlich der Präsentation der Breitbandoffensive gemeinsam mit
Dipl.-Ing. Friedrich Pink, Wien Energie Geschäftsführer und
Vorsitzender Geschäftsführer von Wienstrom und Bereichleiter Hofrat
Fred Vavrousek, Breitband-Koordinator der Stadt Wien.****

"Wir haben in den letzten Jahren erhebliche Vorleistungen
erbracht, damit Wien Energie eines der modernsten
Breitband-Glasfaser-Basisnetze Europas aufbauen und Erfahrungen zur
Technologie und Akzeptanz bei den KonsumentInnen in mehreren
Pilotprojekten wie zum Beispiel am Leberberg sammeln kann. Jetzt
kommen wir in die zweite Phase in der wir massiv die EndkundInnen
anschließen wollen. Unter der Marke "blizznet" sollen bis 2009 rund
50.000 Haushalte den Anschluss in das Breitbandnetz erhalten. Dafür
investieren wir insgesamt rund 10 Millionen Euro", so Brauner weiter.

Das Extrabreitbandnetz der Wien Energie hat derzeit eine
Gesamtlänge von rund 1.400 km, das entspricht in etwa der Entfernung
von Wien nach Barcelona. Das heißt, rund 20 Prozent der Wiener
Haushalte sind somit bereits in Reichweite. Zusätzlich wurden bereits
2.200 km vorbereitete Leerrohre verlegt, in die entsprechende
Glasfaserkabel nur mehr eingezogen werden müssen. Wien Energie
betreibt damit bereits heute das größte Glasfasernetz in Wien.

Bei "blizznet" agiert die Wien Energie über das
Tochterunternehmen Wienstrom als Netzanbieter und Netzbetreiber. "Das
heißt, Wien Energie Wienstrom baut und betreibt das Basisnetz und
errichtet die Hausanschlüsse. Wienstrom nutzt auch die bestehende
Infrastruktur von Wien Energie Fernwärme und den Wiener Linien,
während in anderen Städten diese Infrastruktur oft sehr
kostenintensiv durch die damit verbunden Aufgrabungsarbeiten erst neu
geschaffen werden muss", erklärt Dipl.-Ing. Friedrich Pink, Wien
Energie Geschäftsführer und Vorsitzender Geschäftsführer von
Wienstrom.

Hat ein Kunde einen Vertrag abgeschlossen, legt Wienstrom als
Netzbetreiber vom Basisnetz aus die Glasfaserleitung bis in die
Wohnung und schließt eine sogenannte "blizznet"-Box beim Kunden an.
Damit sind die Leistungen von "blizznet" abrufbar. Wienstrom geht
davon aus, dass etwa 20 Prozent der 50.000 Haushalte, die an
"blizznet" angeschlossen werden, dieses Angebot dann auch nutzen und
Verträge abschließen.

"blizznet" ist für alle Provider offen – Telekom Austria und
andere Provider bereits als Partner gewonnen

Das Netz selbst ist als Open Access-Netz konzipiert. Das
bedeutet, dass das Extrabreitbandnetz allen Serviceprovidern
diskriminierungsfrei und ohne Monopolbildung zur Verfügung steht. Die
Open-Access-Partner (Provider) gewährleisten, dass über diese
Plattform die vielfältigsten Services und Dienstleistungen, wie zum
Beispiel Internet, Telefonie oder TV angeboten werden. Die
EndkundInnen können so ihr gewünschtes Dienstleistungsunternehmen
frei wählen und sind nicht mehr an einzelne Anbieter gebunden. "Als
Open Access Partner konnten bereits die Telekom Austria, und die
Provider Neotel und Conova gewonnen werden. Wir streben darüber
hinaus die Zusammenarbeit mit möglichst vielen Partnern an und
verhandeln schon mit weiteren Interessenten", so Pink weiter.

Nachfrage nach Breitband-Glasfasernetzen steigt enorm

Eine DVD in knapp 7 Minuten herunterladen. Hochauflösendes
Fernsehen in HDTV-Qualität über den PC oder Laptop. Die umfangreiche
mp3- oder Fotosammlung problemlos online verwalten. Oder große
Datenmengen in kürzester Zeit versenden. All das sind Anwendungen,
für die leistungsstarke und extraschnelle Übertragungswege benötigt
werden. Die Nachfrage steigt rasant. Dieser Trend wird sich in den
nächsten Jahren – das zeigen so gut wie alle Prognosen der
Telekommunikationsunternehmen – weiter massiv verstärken "Mit dem
Breitband-Glasfasernetz verfügt Wien über eines der modernsten Netze
in ganz Europa. Denn Breitband ist nicht Breitband. Die
Glasfasertechnologie ist mit Abstand das leistungsstärkste und
schnellste System", so Bereichsleiter Hofrat Fred Vavrousek,
Breitband-Koordinator der Stadt Wien.

Einer der Hauptgründe für die enorme Nachfrage liegt im Bereich
der audiovisuellen Medien, die derzeit einem einschneidenden
Strukturwandel unterliegen. "Das bisher dominante Unterhaltungsmedium
"Fernsehen" hat durch Videoportale wie "YouTube", Spielfilmportale von
Telekomunternehmen, "VIDEO on demand"-Angeboten und nicht zuletzt
durch die steigenden podcast-Angebote privater Anbieter bereits
vielfältige Konkurrenz erhalten und verliert damit sein quasi-Monopol
auf Unterhaltung. Herkömmliche Netze und alle Angebote, die heute in
Österreich unter dem Titel "Breitband" laufen, werden in absehbarer
Zeit nicht mehr in der Lage sein, die immer größer werdenden
Datenmengen zu transportieren", so Vavrousek weiter.

Auch der weltweite Einsatz von Glasfasertechnologie boomt. Das
zeigen internationale Vergleiche. Vor allem in Asien sowie in den USA
schreitet der Glasfaserausbau rasant voran. In Japan nutzen mit 7,1
Millionen KundInnen bereits fast so viele Menschen diese Technologie
wie Österreich EinwohnerInnen hat. In den Vereinigten Staaten schloss
die Firma Verizon 4 Millionen Haushalte an ein Glasfasernetz an –
Tendenz steigend. EU-weit haben die skandinavischen Länder die Nase
vorn. Beispielsweise betreibt Schweden ein offenes Netz mit 30
Providern und über 100 angebotenen Services, aus denen KundInnen ihre
persönlichen Produkte wählen können. Rund um den Globus investieren
Staaten in den nächsten Jahrzehnten Milliarden Euro in den Ausbau
ihrer Glasfasernetze.

Wie stark die Nachfrage nach leistungsstarken und extraschnellen
Netzen ist, zeigt zum Beispiel auch das Wachstum der VIDEO-Plattform
"YouTube". Allein von Jänner bis Mai 2007 stieg die Anzahl der Nutzer
um 70 Prozent. Damit ist das Portal bereits für 10 Prozent des
gesamten Internet Datenverkehrs verantwortlich.

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