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Drauerlebnis Dellach: Win Win Situation für Mensch und Natur

In kärnten, Life on September 20, 2007 at 10:25 am

LIFE Projekt ermöglicht Revitalisierungsprojekte im Naturschutzgebiet Obere Drau mit neuer Besucherattraktion

Der heute neu eröffnete Dauererlebnisbereich in Dellach bringt viele Vorteile für Mensch und Natur. Als Teil eines Besucherlenkungskonzeptes bündelt er flussnahe Freizeit- und Erholungsaktivitäten an dieser Stelle. Gleichzeitig bleiben ökologisch sensible Uferzonen frei von Nutzung. Diese Naturschutzmaßnahme, die auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, wurde im Rahmen des LIFE Projektes "Lebensader Obere Drau" geplant und umgesetzt. Finanziert wird diese Maßnahme hauptsächlich durch Mittel der EU und des Lebensministeriums. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft heute anlässlich der feierlichen Eröffnung des "Drauerlebnis Dellach" mit.

Der Standort des neuen Erlebnisbereiches wurde bewusst gewählt. Durch die Nähe zum Campingplatz, Radweg, Siedlungsraum und anderen Freizeiteinrichtungen ist die Besuchergruppe breit gefächert. Der neu gestaltete Bereich richtet sich vor allem an Radwanderer und Campinggäste, aber auch an die heimische Bevölkerung. Die BesucherInnen erwartet eine Spiel- und Badebucht am Fluss mit angrenzender Liegewiese, ein Grillplatz und ein Baumhaus als zentralen Aussichts- und Informationspunkt. Der gesamte Wassererlebnisbereich liegt auf öffentlichem Grund.

Das LIFE Projekt "Lebensader Obere Drau" umfasst den letzten frei fließenden, das heißt nicht durch Kraftwerke aufgestauten, Flussabschnitt im Mittellauf der Drau. Im Mittelpunkt der Bemühungen steht der Erhalt von Arten und Lebensräume. Die Drau und ihre Nebengewässer beherbergen insgesamt 19 heimische Fischarten - darunter Huchen, Strömer, Koppe und Bitterling -, die hier noch ein natürliches Reproduktionsvorkommen aufweisen. Darüber hinaus befinden sich im Oberen Drautal die einzigen natürlichen Vorkommen des Dohlenkrebses im gesamten Donaueinzugsgebiet. Die Gesamtkosten des Projektes betragen rund 3,8 Millionen Euro.

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