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Prater – ein Filmportrait einer Wiener Institution

In osterreich on September 20, 2007 at 10:18 am

Wien – Großen Beifall erntete gestern im Wiener Urania-Kino die Premiere von Ulrike Ottingers Film „Prater“. Ein abwechslungsreiches Portrait, das erstaunenswerte Momente aus der Geschichte der mythischen Wiener Institution enthält und auch für eingefleischte WienerInnen noch Überraschungen birgt. „Vor allem die Geschichte des Praters zeigt, welche Innovationskraft dort zu Hause war. Er war mit seinen Attraktionen, den kunstvollen Kulissen und Erfindungen weltweites Vorbild für Vergnügungsparks – das zeigt der Film ganz eindrucksvoll“, gibt sich Vizebürgermeisterin Grete Laska begeistert. „Das erste Kino war beispielsweise im Prater.“


Begegnung mit dem "Mann ohne Unterleib" und dem "Prater Heinzi"

Mit betörenden Bildern verwandelt Ulrike Ottingers Film "Prater" den beliebten Wiener Ort der Sensationen in ein Kinoerlebnis. Praterdynastien erzählen vom Schaustellerleben. Man begegnet den Nachkommen des "Manns ohne Unterleib", der um 1900 mit Frau und Kindern eine Vielzahl bis heute bestehender Vergnügungsbetriebe gründete. Man trifft die Besitzer des Schweizerhauses, Manager eines gastronomischen Spitzenbetriebs, deren Vorgänger kaiserliche Jagdtreiber waren, oder den Prater-Heinzi, der pfleglich ausgemusterte Illusionsmaschinen repariert.

Zusammen mit den Praterbesuchern von früher und heute reist man, ohne sich von der Stelle zu bewegen: Wien verwandelt sich in Klein-Venedig mit Kanälen, Rialtobrücke und Dogenpalast. Von hier aus kann man Postkarten in alle Welt verschicken. Und über all dies trägt uns das Riesenrad und bietet uns den Blick über die Dächer von Wien. Bei Tag gehört der Prater den Kindern und Familien. Mit strahlenden Augen sitzen die Kleinen in Miniaturautos und vor dem Kasperltheater. Der Abend zieht magisch die Jugendlichen an und alle, die jung geblieben sind. Dann verwandelt sich der Tanztee in eine wilde Disco einsamer Herzen. Vergangenheit und Gegenwart geben sie sich ein fulminantes Stelldichein.

Ulrike Ottingers Film Prater taucht mit seinen atemberaubenden Bildern jeden Kinogänger in sein eigenes Universum der Wünsche und Sensationen. Er verbindet die Kulturgeschichte des ältesten Vergnügungsparks der Welt mit brillanten Einblicken in die Wandelbarkeit der technischen Attraktionen. Zugleich erzählt er von Menschen, für die der Prater Ort der Unterhaltung, der Erinnerung oder ganz einfach Lebensmittelpunkt ist. Der Wiener Prater ist eine Wunschmaschine. Mit der neuesten Raumfahrttechnik lässt man sich in den Himmel schießen und in der Geisterbahn trifft man die Monster der Kinogeschichte.

Kinostart: 21. September im Votivkino und Village Cinemas Wien Mitte

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