osterreich

Pädophile auf MySpace und Social-Networking-Portalen

In osterreich on Oktober 23, 2007 at 11:35 am

„Report Abuse“-Buttons sollen auf Social Networks installiert werden

London/Kiel – Pädophile suchen ihre potenziellen Opfer zunehmend auf Social-Networking-Portalen wie MySpace oder Facebook. Davor warnt die britische Kinderschutzorganisation The Child Exploitation and Online Protection centre (CEOP) http://www.ceop.gov.uk . „Je mehr Kinder sich bei Social Networks anmelden, desto mehr Straftäter folgen ihnen“, sagt CEOP-Chef Jim Gamble der BBC. Die Plattformen sollen deshalb den vom CEOP entwickelten „Report Abuse“-Button installieren, der einen schnellen Kontakt zur Polizei vermittelt, fordert der Verband.

Mit dem Button können Opfer oder Beobachter eines unangemessenen sexuellen Kontakts diesen den offiziellen Stellen melden. Microsoft hat den roten Knopf bereits seit dem Sommer 2006 in seinem Instant Messenger installiert. Laut CEOP-Untersuchungen tummeln sich derzeit bereits eine Mio. Kinder unter 16 Jahren auf der Plattform Bebo. 600.000 Minderjährige haben sich ein Profil auf MySpace angelegt.

Den Vorwurf, Kindesmissbrauch nicht zu verfolgen, wollen die Plattformbetreiber aber nicht auf sich sitzen lassen. Einen Missbrauch zu melden, sei bereits jetzt einfach. Darüber hinaus dürften sich Kinder unter 14 Jahren bei MySpace nicht anmelden. Zuwiderhandlungen werden mit Ausschluss geahndet. Zu wenig, meinen die Kinderschützer von CEOP. „Wenn Personen in Gefahr sind, muss die Möglichkeit bestehen, dass sie sich mit Vollzugsbehörden in Verbindung setzen“, betont Gamble. Auch in den USA sind die Social-Networking-Portale unter Beschuss. Politiker fordern dort, dass MySpace und Co mehr unternehmen, um ihre gefährdeten User zu schützen.

„Ein auffälliger Button ist eine gute Sache. Die Meldewege sollten so einfach und gerade wie möglich sein“, meint Marion Mebis, Sprecherin des Bundesvereins zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Mädchen und Jungen e.V. http://www.bundesverein.de , gegenüber pressetext. Als Vorreiter in Sachen Bekämpfung von sexuellen Übergriffen im Netz hat der Verband den Provider Lycos Europe ausgemacht, der eine Reihe von Schutzmaßnahmen installiert hat. So stehen den Kindern in Chaträumen dort etwa eine Reihe von sogenannten Navigatoren zur Verfügung, die offensiv Hilfe anbieten. „Außerdem werden die Chats rund um die Uhr nach großen Altersunterschieden oder bestimmten Begriffen durchforstet“, lobt Mebis.

Fälle von Missbrauch oder Kinderpornographie können in Deutschland per E-Mail bei den entsprechenden Behörden gemeldet werden – in Berlin etwa unter lka@polizei.berlin.de . In Österreich steht die Website http://www.stopline.at zur Verfügung.

austria wordpress.com

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: