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Xbox 360: Family-Timer unterbindet exzessive Nutzung

In osterreich on November 12, 2007 at 12:21 pm

"Nur die Begrenzung des audiovisuellen Medienkonsums ist zu wenig"

XBox 360 künftig mit Family-Timer-Funktion (Foto: microsoft.com)

Microsoft http://www.microsoft.com stellt ein neues Feature für die Xbox 360 vor. Mit dem Family Timer sollen Eltern künftig die Spielzeit ihrer Kinder bis auf die Minute genau begrenzen können. Das im Rahmen einer Kooperation mit der Parent Teacher Association entwickelte Sicherheitstool wurde heute, Donnerstag, in den USA präsentiert. Der Family Timer, der ab Dezember über Xbox Live zum Download bereit stehen wird, soll Eltern dabei helfen, ihre Kinder von übermäßigem Medienkonsum abzuhalten.

"Nur die Begrenzung des audiovisuellen Medienkonsums ist zu wenig", kommentiert Helmut Lukesch, Medienpsychologe an der Universität Regensburg http://rpss23.psychologie.uni-regensburg.de , die Bekanntgabe von Microsofts Kontrollmechanismus. Wichtig sei nicht nur eine Begrenzung der Zeit, sondern auch, dass Eltern ihren Kindern andere Aktivitäten zur Freizeitgestaltung anbieten. "Entscheidend ist, dass im Umgang mit den Kindern psychologisch richtig gehandelt wird".

"Die Langzeitwirkung von Videospielen gilt mittlerweile wissenschaftlich als eindeutig bewiesen", stellt Lukesch fest. "Eine Fülle von Studien zu diesem Thema haben Effekte wie Erregungswirkung und die Reduktion von Mitleid eindeutig nachgewiesen", ergänzt er weiter. Hinzu komme die Tatsache, dass speziell im europäischen Bereich die Skepsis gegenüber solchen technischen Lösungen relativ groß ist. Als durchaus sinnvoll sieht der Psychologe derartige Bestrebungen allerdings in Bezug auf das Internet, wo durch das Filtern der Informationen der Zugang zu bestimmten Inhalten unterbunden werden kann.

Nach Meinung Lukeschs sei es aber auch verstärkt Aufgabe der Hersteller, ihre Kunden richtig und umfassend über ihre Produkte zu informieren. "Viele Hersteller versuchen Nebelkerzen auszustreuen, um die tatsächlichen Auswirkungen ihrer sozial schädlichen Produkte zu vertuschen", berichtet er. Dies sei ja auch zu verstehen, wenn man bedenkt, dass die hohen Entwicklungskosten auch wieder eingespielt werden sollen.

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