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Geld mit virtuellen Morden für Gamer

In games on November 23, 2007 at 10:52 am

Unseriös? – Kombination aus Online-Glücksspiel und Videogame

Spieler von Online-Games können mit virtuellen Morden reales Geld verdienen. Besonders in Großbritannien entwickelt sich derzeit ein Trend zu nicht jugendfreien Webseiten, die Gamer nach dem Modell „pay-per-kill“ – also Bezahlung pro getötetem Gegenspieler – entlohnen. Dabei wird auf jede Tötung eine bestimmte Summe ausgesetzt. Damit entsteht eine Kombination aus Online-Glücksspiel und Videogame, die Internetvergnügungen wie Online-Poker alt aussehen lässt. Noch bieten nur einzelne, kleine Entwickler solche Bezahl-Shooter im Netz an, doch mit steigendem Zulauf von Nutzern, könnten auch bald große Videospiel-Publisher wie Electronic Arts auf den Zug aufspringen und die Geschäftsidee übernehmen.

Wie der Guardian berichtet, sind diese Webseiten, die unter „Skill Games“ laufen, die auf Geschicklichkeit und nicht auf Glück basieren, vor allem deswegen in Großbritannien angesiedelt, weil sie dort von der Regulierung für Online-Spiele nicht betroffen sind. Bekannt und beliebt ist das virtuelle Töten gegen Bezahlung mittlerweile in aller Welt. Ein größeres Problem für die Betreiber ist das allgemein herrschende Misstrauen unter den PC-Game-Nutzern. Viele fürchten im Zuge von Online-Spielen von anderen Usern gehackt zu werden und im speziellen Fall dann auch ihr eingesetztes Geld an Betrüger zu verlieren. So musste einer der Pioniere des bezahlten Online-Gamings letztlich aufgrund von Nutzerschwund seine Türen wieder schließen.

Einen etwas anderen Weg versucht derzeit das Londoner Unternehmen Kwari http://www.kwari.com einzuschlagen, das einen eigenen Online-Shooter entwickelt hat. Bei Tournament.com hatte es sich im Grunde nur um einen Client gehandelt, der heruntergeladen wurde, um dann gegen andere spielen zu können. Da Kwari sein Game komplett neu und selbstständig produziert hat, kann das Unternehmen sich auch besser gegen Betrüger rüsten. Allerdings hat das Gaming-Portal nach eigenen Aussagen auch nicht eingefleischte Spielfreaks, sondern durchschnittliche Nutzer, die auch Poker-Webseiten besuchen würden, als Zielgruppe im Auge.
Interessant wäre sicherlich eine eigene Zielgruppe Frauen. Wer weiß wie diese abfahren?
Kwari will seinen Spielern nicht erlauben, länger als eine Stunde (zweimal die Woche) das Game zu nutzen. Außerdem soll es festgelegte Höchstbeträge geben, die monatlich bei dem Spiel eingesetzt werden können, solange ein Nutzer nicht als „geeignet“ für hochpreisige Turniere bzw. Spiele gilt.

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