osterreich

Bauern sind keine Preistreiber

In osterreich, vorarlberg on April 25, 2008 at 1:13 pm

Bauernbund klärt mit bundesweiter Informationskampagne auf

Der Österreichische Bauernbund will jetzt mit einer bundesweiten Informationskampagne wieder mehr Sachlichkeit in die Diskussion rund um die gestiegenen Lebensmittelpreise bringen. "Mit einer Postkartenaktion wollen wir das Bewusstsein der Bevölkerung schärfen, denn unsere Bäuerinnen und Bauern sind keine Preistreiber", teilt Bauernbunddirektor Fritz Kaltenegger mit und kritisiert die einseitig geführte Diskussion auf dem Rücken der heimischen Landwirtschaft. Kaltenegger appelliert an alle Beteiligten, "bei der aktuellen Debatte Zahlen und Fakten im Vordergrund zu lassen". Während das allgemeine Preisniveau seit dem EU-Beitritt um 24,8% gestiegen ist und Diesel gar um 133% teurer wurde, haben sich die Preise für Nahrungsmittel um nur 5,9% erhöht.

Die Adressaten der Kampagne sind Konsumentenschutzminister Erwin Buchinger und Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel. Auf den Postkarten stellen die österreichischen Bäuerinnen und Bauern eindeutig klar, nicht für die Teuerungen verantwortlich zu sein und verlangen das Ende von Verunsicherungen der Bevölkerung mit unrichtigen Behauptungen. "Die heimischen Bauern profitieren zwar von den derzeit steigenden Rohstoffpreisen, müssen aber auch stark steigende Produktionskosten bewältigen. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie auch schuld an der Teuerungswelle im Regal sind", so Kaltenegger. "Der Weltmarkt befindet sich im Höhenflug. Wetterkapriolen verursachen Dürrekatastrophen und Missernten auf der ganzen Welt und lassen die Preise anziehen. Selbst wenn der Weizen auf den internationalen Märkten um 83% steigt, bedeutet das eine Preissteigerung bei einer Semmel von gerade einmal 0,6 Cent.

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