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Web-Videos: YouTube und Co erobern Handys

In Film, Internet, mobile on Mai 9, 2008 at 2:23 pm

Open-Screen-Projekt soll Flash-Verbreitung auf mobilen Endgeräten vorantreiben

Flash bringt Web-Videos auf das Handy (Foto: fotodienst.at)

Das Softwareunternehmen Adobe hat unter dem Namen „Open Screen Projekt“ eine Initiative ins Leben gerufen, um die hauseigenen Animationssoftware Flash auf mobilen Endgeräten etablieren zu können. Durch die Verbreitung von Internet am Handy und die sinkenden Kosten für Datenvolumen bieten zunehmend mehr Webseitenbetreiber neben dem Hauptportal einen speziellen Zugang für mobile User an. Text und Bild stellen hierbei kein Problem mehr dar. Browser wie Operas Mini komprimieren Webseiten zudem bereits serverseitig und bereiten sie für das kleine Display auf. Videos hingegen, die im Web zumeist im Flash-Format vorliegen, sind noch eine Hürde für die mobile Nutzung.

Abseits von Adobe engagieren sich namhafte Unternehmen wie Nokia, Motorola, Sony Ericsson und Samsung oder der Chiphersteller ARM bei dem Projekt. Auf der Seite der Content-Anbieter finden sich BBC und MTV, die ihre Onlineinhalte im Flash-Format anbieten. Im Vordergrund der Entwicklungen stehen Mobiltelefone sowie die von Intel definierte Geräteklasse der Mobile Internet Devices (MID). Jedoch sollen auch über Settop-Boxen künftig Flash-Anwendungen abgespielt werden können. Ebenfalls auf Flash setzt beispielsweise die beliebte Videoseite YouTube. Der mobile Auftritt des Portals http://m.youtube.com/ ermöglicht es allerdings bereits jetzt, auf Clips zuzugreifen. YouTube umgeht dabei jedoch Flash und streamt die Videos direkt auf den am Mobiltelefon installierten Video-Player. Somit müsse auch keinerlei Software auf dem Handy installiert werden, heißt es von Seiten des Webportals.

Zur Wiedergabe der Clips muss einerseits das Handy Video-Streaming (Protokoll RTSP/3GP mit dem Codec H263/AMR) unterstützen und andererseits der Netzbetreiber den Service auch zulassen, heißt es bei YouTube auf Anfrage von pressetext. Dann sei das Abspielen der Filmchen auch auf dem Mobiltelefon möglich. Empfohlen wird mindestens UMTS als Funkverbindung, um ein unterbrechungsfreies Ansehen zu erreichen. Darüber hinaus warnt YouTube beim Aufrufen der Seite vor dem anfallenden Datenvolumen und rät dem User, einen Pauschaltarif abzuschließen, um die entstehenden Kosten in Grenzen zu halten. Der Upload wird am Handy mittels MMS gelöst.

Mithilfe der Flash-Software soll die Nutzung derartiger Webservices am Mobiltelefon vereinfacht werden.

Handys

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