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AK Test: Achtung – verpacktes Grillfleisch kann "abgelaufen" sein

In Haushalt on Juli 17, 2008 at 2:17 pm

Vorsicht, nicht immer können sich KonsumentInnen auf
das Ablaufdatum bei verpacktem Fleisch verlassen. Ein aktueller AK
Test bei 20 vorverpackten Schweinefleisch-Proben zeigt: Ein Fünftel
der Proben war am Ablauftag zu beanstanden. „Bei den Ergebnissen hat
sich im Vergleich zum Vorjahr nicht viel verändert“, sagt AK
Lebensmittelexperte Heinz Schöffl. „Unzufriedenstellend sind auch
noch immer die Lagertemperaturen.“ Nach wie vor stimmen häufig die
Thermometer in den Kühlvitrinen nicht – sie täuschen eine bessere
Kühlung vor, als es der Fall ist. Die AK verlangt bessere
Temperatur-Kontrollen und realistischere Haltbarkeitsangaben.

Von den 20 Proben waren vier nach dem Lebensmittelgesetz zu
beanstanden – etwa auf Grund des säuerlichen Geruchs oder Geschmacks
oder der überhöhten Keimzahlen. 16 Produkte wurden nicht beanstandet,
wobei allerdings vier davon bereits leichte Mängel hatten, etwa
leicht säuerlicher Geruch.

Vorverpacktes Frischfleisch ist entsprechend den Angaben der
Hersteller oder Verpacker bei bis zu maximal vier Grad Celsius zu
lagern. Nachkontrollen in den Kühlvitrinen ergaben: Die Thermometer
zeigten in allen geprüften Vitrinen zwar weniger als vier Grad
Celsius an. In zehn Vitrinen war die Temperatur sogar um rund ein
Grad Celsius oder darunter. Jedoch: Die Thermometer stimmten meist
nicht – in 16 Fällen wich die Anzeigetemperatur um ein bis sechs Grad
Celsius von der tatsächlichen Lufttemperatur ab.
Austria wordpress
Zwölf der 20 Produkte (60 Prozent) wiesen wegen der unzureichenden
Kühlung eine höhere Kerntemperatur als vier Grad Celsius auf. Nur
acht hatten die nötige Produkttemperatur von unter vier Grad Celsius.
„Die Einhaltung der Kühltemperatur ist wichtig für eine gute
Fleischqualität“, sagt Schöffl.

„Konsumenten müssen sich auf das Haltbarkeitsdatum verlassen
können“, betont Schöffl. Daher fordert die AK bessere betriebliche
Eigenkontrolle bei den Kühl- und Produkttemperaturen. Auch die
amtliche Lebensmittelüberwachung muss verstärkt kontrollieren.
Außerdem müssen Hersteller und Verpacker kürzere Haltbarkeitsdaten
bei vorverpackten Waren angeben.

Die AK hat im Juni in 20 Supermarkt-Filialen insgesamt 20
vorverpackte Frischfleisch-Proben eingekauft, beispielsweise
Schweinsschnitzel, -kotelett, Karreesteak. Die sensorische und
mikrobiologische Untersuchung machte die Lebensmittelversuchsanstalt
am angegebenen Ablauftag. Die Haltbarkeiten lagen bei null bis vier
Tagen ab dem Einkaufstag. Die Lagerung bis zur Untersuchung erfolgte
bei der angegebenen Lagertemperatur.
Die Erhebung finden Sie im Internet unter
wien.arbeiterkammer.at

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