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Satellitentechnik als Turbo für Handy-TV

In osterreich on Juli 28, 2008 at 9:56 am

Experten sind sich bei Gründen für schleppendes Wachstum jedoch uneinig

Handy-TV hat Experten zufolge derzeit noch technische und inhaltliche Mankos (Foto: Samsung)

Frankfurt – Die Zukunft des Handy-TV liegt in der Verbreitung per Satellit, geht aus einer Marktanalyse des Unternehmensberaters Frost & Sullivan http://www.frost.com hervor. Hier würden sich die optimalen technischen Voraussetzungen für ein Boom-Geschäft finden. Sobald eine effiziente Übertragung und Distribution von Mobil-TV-Diensten möglich ist, wird der Europamarkt für Handy-Fernsehen erheblich an Fahrt gewinnen, prognostizieren die Experten, die in der Sat-Technologie in Verbindung mit der terrestrischen Ausstrahlung die Basis für eine große Verbreitung sehen. Andere Branchenkenner wiederum kritisieren das Fehlen von Inhalten, die auf das Format zugeschnitten sind.

Derzeit liegen die Umsätze mit Handy-TV bei 1,92 Mio. Euro, bis 2014 sollen sie jedoch auf 3,2 Mrd. Euro anwachsen. "Mit der zunehmenden Verbreitung von Handy-TV-Diensten in ganz Europa wächst der Anspruch von Kunden und Betreibern an die technische Zuverlässigkeit und breitflächige Verfügbarkeit der Angebote genauso wie an ihre inhaltliche Qualität", sagt Natalie Bentz, Research Analyst bei Frost & Sullivan. Hybridnetze, die Satelliten mit terrestrischer Ausstrahlung kombinieren, gewährleisten einen sicheren Empfang sowohl in städtischen als auch ländlichen Regionen, im Innen- wie im Außenbereich. Die unbegrenzte Netzabdeckung ohne Qualitätsverlust wird über das S-Band möglich, dessen Inbetriebnahme in nächster Zeit EU-weit geplant sei, so die Unternehmensberater. Der Standard DVB-SH wurde vor einem Jahr auf der IFA erstmals im Echtbetrieb demonstriert.

Doch auch der Einsatz von Backhaul-Diensten über Satellit biete erhebliche Vorteile für Handy-TV-Anbieter. Backhaul hat sich sowohl für Daten- als auch für Videoanwendungen bewährt und ist im Gegensatz zur Hybrid-Infrastruktur via S-Band-Satellit nicht von der Standardisierungsproblematik betroffen, so die Analystin. Da die Lösung außerdem nicht auf einer Direktverbindung vom Satelliten zum Endnutzer basiert, erfordert sie keine spezifischen Geräte oder Chipsets. Gewisse Herausforderungen ergeben sich jedoch für die Anbieter beider Lösungen, schränkt Bentz ein. So müssen sich beispielsweise Hybridnetze wie auch Backhaul-Dienste gegen die Konkurrenz von Seiten terrestrischer Netze behaupten. "Bis das Satellitensegment für die Hybridlösung verfügbar ist, dürften sich die terrestrischen Lösungen zumindest in einigen Märkten bereits fest etabliert haben", meint Bentz. "Bei den Backhaul-Diensten sind die Probleme eng mit dem so genannten Bandbreitenhunger für Handy-TV-Anwendungen verbunden."

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