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Aktienbarometer misst Anlagestimmung in Bevölkerung

In osterreich on August 4, 2008 at 2:36 pm

Nur moderater Rückgang trotz Finanzmarktturbulenzen

Aktienbarometer: Moderater Rückgang im vergangenen Quartal (Foto: cominvest.de)

Frankfurt/Köln – Die Aktienkultur in Deutschland soll nun erstmals mit einem eigens entwickelten Barometer gemessen werden. Die Fondsgesellschaft cominvest http://www.cominvest.de hat gemeinsam mit der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung http://www.whu.edu in Köln das Aktienbarometer Deutschland entwickelt, das jedes Quartal die Einstellung der Bevölkerung zu Aktien misst. "Wir erwarten uns von dem Verlauf des Barometers und den Stimmungen der Befragten Rückschlüsse und Hinweise darauf, woran es derzeit noch hapert und wo wir ansetzen müssen, um eine nachhaltige Aktienkultur in Deutschland zu etablieren", erklärt Sebastian Klein, Sprecher der cominvest-Geschäftsführung, auf Nachfrage von pressetext.

Aus diesen Erkenntnissen könnten Politik, Wirtschaft sowie die Fondsindustrie Maßnahmen und Produkte entwickeln. Dabei müsse der langfristige Verlauf des Barometers beobachtet werden. "Mit jedem weiteren Quartal wird das Stimmungsbild detaillierter." Sinkt das Barometer, wird auf eine Verschlechterung des Aktienklimas geschlossen. Als gravierend wird eine Veränderung von mehr als zehn Prozentpunkten zwischen zwei Erhebungen eingestuft. Jedes Quartal werden insgesamt 1.000 Personen befragt.

Die erste Messung erfolgte im April, die zweite im Juli dieses Jahres. In diesem Zeitraum sank das Barometer von 100 auf 96 Punkte. "Die Tatsache, dass das Barometer in den vergangenen zwei Quartalen trotz weiterer Negativschlagzeilen nur moderat gesunken ist, deutet auf eine gewisse Reife der Anleger hin und zeigt, dass die jüngsten Turbulenzen eine nicht allzu große Verunsicherung hervorgerufen haben", so Klein gegenüber pressetext.

Wie sich im Rahmen der beiden Messungen zeigte, sind drei Viertel der Deutschen bereit, in Aktien zu investieren. Das persönliche Interesse am Thema Aktien ging im vergangenen Quartal jedoch von 100 auf 88 Punkte zurück. Als Begründung wird von den Experten die schlechtere Beurteilung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herangezogen. Eine Rolle spielen jedoch auch die fehlenden Kenntnisse über Finanzmarktentwicklungen. Zwei Drittel der Befragten geben an, diese nicht nachvollziehen zu können. Die Faktoren Marktstimmung und Markteinschätzung konnten dagegen seit der ersten Messung um drei Punkte zulegen.

Das Barometer umfasst neben makroökonomischen Rahmendaten auch Daten, die vor allem die persönlichen Einstellungen der Bevölkerung widerspiegeln. Berücksichtigt werden sowohl langfristige Überzeugungen als auch kurzfristige Stimmungen, wobei letzteren mit einem Anteil von 70 zu 30 Prozent mehr Bedeutung zugemessen wird. Damit soll darauf eingegangen werden, dass Anlageentscheidungen oftmals durch kurzfristige Stimmungen beeinflusst werden. Zu den kurzfristigen Faktoren zählen gesellschaftliche Relevanz, Markteinschätzung, das individuelle Anlageprofil sowie das wirtschaftliche Umfeld. Als langfristige Faktoren werden die Marktstimmung, die persönliche finanzielle Situation, das persönliche Interesse, die Sparquote und die Zinsentwicklung angesehen. Das nächste cominvest-Aktienbarometer soll im November veröffentlicht werden.

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